Wieso eigentlich Hackstadt?

Wie Friedrichsfeld zu Hackstadt wurde

(Die ganze Wahrheit oder zumindest drei gute Geschichten)

Friedrichsfeld – ein Ort mit Herz, Sport und einer Vergangenheit, die mehr zu bieten hat als man auf den ersten Blick vermuten würde. Heute sind wir stolz darauf, „Hackstädter“ zu sein. Aber wie kam es eigentlich zu diesem besonderen Namen? Die Meinungen gehen auseinander und genau deshalb erzählen wir euch zwei Legenden, die sich bis heute hartnäckig halten. Welche stimmt, müsst ihr selbst entscheiden. Oder ihr glaubt einfach allen ein bisschen.

Hackstadt Mythos 1

Mythos 1: Die Tanzkneipe Gommel und das "Hacken" am Kanal

(Nicht ganz jugendfrei)

Es war einmal gegenüber vom Bahnhof, ein Ort, an dem das Tanzbein geschwungen und das Herz zum Hüpfen gebracht wurde: Die Kneipe Gommel. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie so beliebt, dass Gäste aus ganz NRW per Zug anreisten.

Auf der Tanzfläche flogen die Röcke und an der Bar floss das Bier und wenn sich Männlein und Weiblein nach ein paar Gläsern besonders gut verstanden, ging’s weiter an den nahegelegenen Kanal. Dort, abgeschirmt von Sträuchern und der Öffentlichkeit, wurde munter… na ja, nennen wir es mal: gehackt.

So entstand der geflügelte Satz: „Heute Abend fahren wir wieder nach Hackstadt!“

Ob damit wirklich nur das Ziel Friedrichsfeld gemeint war oder eher die Aktivitäten am Kanal, bleibt offen. Sicher ist: Der Spitzname Hackstadt war geboren und verbreitete sich wie ein guter Kneipenschnack.

Hackstadt Mythos 2

Mythos 2: Von Boxhandschuhen und bösen Blicken

Andere Quellen, unter anderem aus dem Förderverein Bürgerhaus Friedrichsfeld, erzählen eine deutlich robustere Geschichte:

In den 1930er-Jahren hatte Friedrichsfeld einen eigenen Box-Club, der sich regelmäßig im Gasthaus am Bahnhof versammelte. Und wenn sich nicht gerade im Ring geprügelt wurde, flogen die Fäuste auch schon mal auf dem Bahnsteig.

Besonders im benachbarten Wesel wurde Friedrichsfeld deshalb bald als rauer Ort wahrgenommen und „Hackstadt“ getauft. Der Begriff stand für Klopperei, harte Jungs und wenig Spaß im Ernstfall. Auch in den 1950ern war „Hackstadt“ dort noch ein geflügeltes Wort, allerdings nicht unbedingt liebevoll gemeint.

Hackstadt Mythos 3

Mythos 3: Die Sache mit dem Hackfleischmarkt

(Ein Mythos geschrieben von einer KI)

Früher, so erzählen es die älteren Anwohner mit einem Lächeln, gab es in Friedrichsfeld einen kleinen Wochenmarkt auf dem Marktplatz. Dort soll es jeden Donnerstag besonders gutes Hackfleisch gegeben haben. Und zwar nicht irgendeins, sondern das beste Hack weit und breit! Ob Frikadellen, Mettbrötchen oder Omas berühmte Kohlrouladen: Wer etwas auf sich hielt, fuhr donnerstags nach Friedrichsfeld.

Schnell sprach sich das herum: „Geh nach Friedrichsfeld, die haben da Hack wie in der Werbung!“ „Wo?“ „Na in dieser… Hackstadt!“

Ob’s wirklich am Fleisch lag oder an der guten Laune der Marktfrauen, wer weiß das heute noch so genau? Fest steht: Friedrichsfeld bekam seinen (inoffiziellen) Namen Hackstadt und der klebt seitdem wie Mett an der Semmel.

Wir sind Hackstadt

Und heute?

Heute tragen wir den Namen Hackstadt mit Stolz. Auf dem Trikot, im Herzen und auf dem Spielfeld. Nicht weil wir uns mit den Mythen besonders identifizieren würden, sondern weil wir einen ehemals abwertenden Begriff genommen und zu etwas Eigenem gemacht haben.

Was früher ein Spottname war, ist heute eine Marke mit Wiedererkennungswert. Kurz, knackig, selbstironisch und einfach deutlich leichter zu schreiben als SV 08/29 Friedrichsfeld.

Willkommen in Hackstadt – wo Geschichte zur Marke wurde.